17.–19. November 2016 • Hotel Adlon • Berlin

Referenten 2016

Vorgestellt von Autoren der Süddeutschen Zeitung.

Bei keinem anderen Wirtschaftskongress in Deutschland nehmen derart viele hochkarätige Referenten teil wie beim Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung. Auf dem Podium diskutieren jedes Jahr rund 50 Spitzenkräfte aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft und Sport.

Hier finden Sie alle 280 Referenten, die seit 2007 auf Deutschlands großem Wirtschaftskongress gesprochen haben, darunter sechs europäische Regierungschefs, der Bundespräsident und die Kanzlerin. Außerdem finden Sie hier die Referenten, die bereits für 2016 zugesagt haben. Die Liste wird fortlaufend aktualisiert. Schauen Sie also regelmäßig vorbei. Oder melden Sie sich für unseren Newsletter an, in dem wir regelmäßig über die Planung für unseren Kongress informieren.

 

Angela Merkel

Seit 2005 regiert sie Deutschland: erst als Kanzlerin einer großen Koalition, dann als Kanzlerin einer ziemlich kleinen Koalition mit der FDP, seit 2013 wieder als Chefin einer großen Koalition. Von der innenpolitischen Reformerin hat sie sich zur wichtigsten Regierungschefin in Europa entwickelt: von vielen im Ausland respektiert, in der Euro- und Flüchlingskrise aber auch von vielen attackiert.Claus Hulverscheidt

Adrian Hasler

Ann-Kristin Achleitner

Sie weiß, wie man mit Risiken umgeht: Die Wirtschaftsprofessorin mit Lehrstuhl an der TU München hat ihren Forschungsschwerpunkt auf Wagniskapital gelegt. Zudem ist sie die wohl profilierteste Aufsichtsrätin des Landes. Die umtriebige Wissenschaftlerin (geboren 1966) ist in den Kontrollgremien der Deutschen Börse, bei der Rückversicherung MunichRe, dem Handelskonzern Metro und dem Gasehersteller Linde vertreten. Zudem ist sie Mitglied der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex. Andrea Rexer

Josef Ackermann

Zehn Jahre lang war der Schweizer Chef der Deutschen Bank. Attackiert von Kritikern, die vor allem zwei Dinge von ihm in Erinnerung behalten: ein Victory-Zeichen im Mannesmann-Prozess und ein Renditeziel von 25 Prozent. Andere bewunderten, wie er die Bank durch die Fährnisse der Finanzkrise geführt hat. Sie sehen ihn in einer Linie mit seinen Vorgängern Hermann-Josef Abs und Alfred Herrhausen. Harald Freiberger

Jens Baas

Der Chef der Techniker Krankenkasse (TK) steht für eine neue Generation von Managern im Gesundheitswesen. Nicht mehr die alten Sozialversicherungshasen, sondern die smarten Seiteneinsteiger bestimmen zunehmend das Geschehen. Baas studierte Medizin und arbeitete als Transplantationsmediziner an den Universitätskliniken Heidelberg und Münster. Nach nur drei Jahren im Job heuerte er bei der Unternehmensberatung Boston Consulting an, wurde dort Partner. 2011 wechselte er in den Vorstand der TK. Guido Bohsem

Roland Berger

Geboren 1937 in Berlin, gehört er zu den bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft. Der Name des begabten Netzwerkers wurde zum Markenzeichen. Als Student gründete er eine Wäscherei in München, in Mailand lernte er das Handwerk der Berater, das ihn zum deutschen Branchenführer machte. Mit seinem eloquenten Auftreten ist er ein beliebter Gast auf Partys wie in TV-Talkshows. Karl-Heinz Büschemann

Saskia Biskup

Die doppelt promovierte Ärztin, Bioinformatikerin und exzellente Tennisspielerin hat sich 2009 entschlossen, die teure Highspeed-Gen-Analyse aus den Unis in die Praxis zu holen: Sie gründete das Unternehmen CeGaT, das hunderte Gene parallel untersucht und damit rasche, passgenaue Therapien ermöglicht, etwa bei Tumoren. Inzwischen beschäftigt sie 110 Mitarbeiter und erhielt den EU-Innovationspreis für Frauen 2014 der EU-Kommission. Max Hägler

Roland Boekhout

Rotterdam, New York, Warschau, Mexiko, Frankfurt – in seiner Karriere bei der ING ist der studierte Wirtschaftswissenschaftler (geboren 1963) weit herumgekommen. Seit 2010 ist er Chef der ING-DiBa, der Deutschland-Tochter der niederländischen Bank, die hierzulande mit über acht Millionen Kunden zu den drei größten Privatkundenbanken gehört. Zudem gehört Boekhout dem Führungsgremium der niederländischen Konzernmutter an. Andrea Rexer

Hans-Christian Boos

Er studierte Informatik an ETH Zürich sowie an der Technischen Hochschule Darmstadt. Nach seinem ersten Job bei der Dresdner Bank gründete er mit einigen anderen 1995 die Firma arago. Erstes Produkt war eine Software zum Online-Banking. Heute beschäftigt sich das Unternehmen vor allem mit Automatisierung und künstlicher Intelligenz. Ziel: schlaue Maschinen, die den Menschen entlasten. Helmut Martin-Jung

Charles-Edouard Bouée

Er ist eine Art Weltbürger, ständig unterwegs zwischen Europa, Amerika und Asien. Der Franzose führt seit 2014 als Vorstandsvorsitzender Roland Berger. Er studierte in Paris und an der amerikanischen Harvard University. Seine Karriere begann er als Investmentbanker, danach wechselte er ins Metier der Unternehmensberater, zunächst bei Booz Allen & Hamilton, später bei AT Kearney, seit 2001 bei Roland Berger. Die Firma war zuletzt in der Krise, diese sei aber, so Bouée, nun überwunden. Caspar Busse

Tim Clark

Er gehörte zum Gründungsteam von Emirates und ist heute einer der mächtigsten Männer der Luftfahrtindustrie. Sein Wort hat Gewicht, schließlich hat der seit 2003 amtierende Emirates Chef mittlerweile über 142 Airbus A380 bestellt. Auch bei Boeing ist er einer der wichtigsten Kunden. Seine Airline lehrt Lufthansa derart das Fürchten, dass diese sogar dafür plädiert, ihr Verkehrsrechte wegzunehmen.
Jens Flottau

Philipp Depiereux

Jahrgang 1977, studierte internationale Betriebswirtschaftslehre in Deutschland, Frankreich und den USA. Danach gründete er schon bald seine erste eigene Beratungsfirma Pepato, und restrukturierte als CEO erfolgreich den Folienhersteller alesco. Seit 2010 ist er Gründer und Geschäftsführer der Startup-Schmiede und Digitalberatung etventure und entwickelt digitale Geschäftsmodelle sowohl für Konzerne und Mittelstand, als auch für Startups. Helmut-Martin Jung

Thorsten Dirks

Fast zwei Jahrzehnte hieß sein Arbeitgeber E-Plus, sieben Jahre stand er an der Spitze des Mobilfunkanbieters und hat dort zahlreiche neue Marken wie Simyo oder Base etabliert. Da war es fast logisch, dass der Diplom-Ingenieur nach der Fusion mit Telefónica Deutschland nun auch den neuen Telekommunikationsanbieter führt: die neue Nummer eins bei Mobilfunkanschlüssen vor der Telekom und Vodafone. Ulrich Schäfer

Markus Gabriel

Hermann Gröhe

Der Gesundheitsminister kam als Neuling zu seinem Arbeitsgebiet. Inzwischen hat er eine beträchtliche Anzahl von Gesetzen durchgebracht. Die Vertreter der Krankenkassen, Pharmaindustrie, Ärzte- und Apothekerschaft respektieren ihn – auch weil er durch seine kluge und ausgleichende Art versteht, Konflikte gar nicht erst entstehen zu lassen. Spötter sprechen, wenn sie Gröhe beschreiben, gelegentlich vom „wandelnden evangelischen Kirchentag“. Guido Bohsem

Felix Haas

Er hat im Silicon Valley gearbeitet, bei BMW in Palo Alto, und dort mehrere Patente mitentwickelt, darunter die Google-Funktion „Send to Car.“ In Deutschland ist er Gründer von mehreren erfolgreichen Start-ups, darunter ID Now, ein Fintech-Unternehmen, und Amiando, eine Plattform für Online-Tickets. Außerdem steht er anderen Start-ups mit Rat und Tat zur Seite: als Business Angel und als Veranstalter von „Bits&Pretzels“ in München, dem mit über 3600 Teilnehmern größten Gründer-Event in Deutschland. Ulrich Schäfer

Cordula Heckmann

Yvonne Hofstetter

Geboren 1966, hat sie nach einem Jura-Studium 1999 begonnen, bei internationalen Softwareunternehmen zu arbeiten. Sie beschäftigte sich mit militärischen Multi-Agentensystemen und mit algorithmischem Börsenhandel. Seit 2009 leitet sie die Firma Teramark Technologies, einen Spezialisten für Big Data und maschinelles Lernen. Ihr Buch „Sie wissen alles“ über die Gefahren moderner Technologien ist ein Bestseller. Helmut-Martin Jung

Christine Hohmann-Dennhardt

Sie war Justizministerin in Hessen und zwölf Jahre lang Bundesverfassungsrichterin. Ihre sozialdemokratische und durchaus auch kapitalismuskritische Haltung verbarg sie dabei nie – und dennoch holte sie danach der Daimler-Konzern in den Vorstand, als erste Frau. Ihre Aufgabe: Das Durchsetzen von Recht und Anstand. Im Angesicht des Dieselskandals bat VW um ihre Hilfe, nun räumt sie dort als Vorstand auf. Max Hägler

Timotheus Höttges

Nachdem der Manager im Jahr 2000 die Fusion von Viag und Veba zu Eon eingefädelt hatte, galt ihm ein Spitzenposten beim neu entstandenen Energiekonzern bereits als sicher. Der Rheinländer, Jahrgang 1962, ging trotzdem zur Mobilfunksparte der Telekom – und stieg dort stetig auf. Bis zum Konzernchef. Wer erleben will, wie leidenschaftlich er für seine Sache kämpfen kann, sollte ihn auf die Macht amerikanischer Technologiekonzerne ansprechen. Varinia Bernau

Gerald Hüther

Joe Kaeser

Seit August 2013 ist er Vorstandsvorsitzender von Siemens. Der Manager, der im Bayerischen Wald als Josef Käser aufgewachsen ist, heuerte schon 1980 bei dem Münchner Konzern an und machte schnell Karriere. Von 2006 an war er Finanzchef, und damit der mächtige Mann im Hintergrund. Als Konzernchef Peter Löscher überraschend stürzte, wurde Kaeser sein Nachfolger. Jetzt sucht er einen neuen Kurs für Siemens – und muss tausende Jobs abbauen. Caspar Busse

Simone Kämpfer

Christina Kehl

Wahrscheinlich muss man so schlagfertig wie sie sein, um in einer ausgemachten Männer-Szene Fuß fassen zu können: Die 1984 geborene Würzburgerin ist eine der ganz wenigen Frauen, die ein Start-Up im Finanzbereich gegründet haben. Die Idee zum Versicherungsbroker Knip setzte sie 2013 in der Schweiz gemeinsam mit zwei weiteren Gründern um. Seit Mai 2016 baut sie die Geschäftsstelle für den ersten Schweizer Fintech-Verband Swiss Finance Startups (SFS) auf, damit setzt sie ihre Stimme für die ganze Fintech-Szene ein. Das Unternehmertum liegt ihr im Blut: schon mit 19 Jahren gründete sie ihr erstes Startup, eine Bildungsberatung, die sie nach fünf Jahren verkaufte. Andrea Rexer

Harald Krüger

Was soll man machen, wenn man weiß, dass Autos irgendwann mit großen Batterien statt mit Benzin fahren? Und was soll man tun, wenn man sein Geld heute mit großen Limousinen verdient, die Benzin und Diesel schlucken? Man fährt zweigleisig – und finanziert mit der alten Autowelt die neue. Als der BMW-Chef im März 2016 seine neue Konzernstrategie vorstellte, war klar: Der Autobauer wird verändert. Aber nicht von heute auf morgen, sondern langsam und Schritt für Schritt. Die Zeit dafür dürfte er haben: In der Branche wird damit gerechnet, dass der Manager zwei volle Amtszeiten in München regieren wird. Das wären immerhin zehn Jahre – bis zum Jahre 2025. Thomas Fromm

Janina Kugel

Sie ist die engste Vertraute von Siemens-Chef Joe Kaeser im Vorstand. Seit Februar 2015 ist sie die Arbeitsdirektorin des Konzerns. 2001 heuerte die heute 1970 geborene Mutter von Zwillingen bei Siemens an, bald schon ging sie nach Mailand und wurde Personalchefin von Siemens in Italien. Nach einer Zwischenstation bei Osram holte sie Kaeser im Herbst 2013 als Leiterin der Führungskräfteentwicklung zurück, um sie dann wenig später in den Vorstand zu befördern. Christoph Giesen

Aino Laberenz

Aino Laberenz, geboren 1981 in Turku, Finnland, und wohnhaft in Berlin, kleidet Schauspieler ein, aber sie kann noch viel mehr: Sie ist eine ausgewiesene Kennerin des Theaters und auch als Kampagnengesicht in der Modewelt zu Hause. 2011 gestaltete sie den deutschen Pavillon bei der Biennale in Venedig, ausgezeichnet mit dem Goldenen Löwen als bester Länderpavillon. In Burkina Faso realisiert sie das Operndorf Afrika, das sie 2008 gemeinsam mit ihrem später verstorbenen Ehemann Christoph Schlingensief gegründet hat. Marc Beise

Jörg Land

Jörg Land, 1977 geboren, ist das Pendant des hanseatischen Kaufmanns im digitalen Zeitalter: aufmerksam, aber nicht aufdringlich; forsch, aber nie frech: Mit zwei Freunden hat der Betriebswirt in Hamburg eine Therapie für Tinnitus-Patienten entwickelt. In dieser App filtert ein Algorithmus aus Musikstücken genau die Frequenz, die der geschädigte Nerv im Hörzentrum verarbeitet. So werden, während der Patient die bearbeiteten Songs hört, die umliegenden Nerven trainiert und die Intensität des lästigen Tons deutlich gesenkt. Varinia Bernau

Bill McDermott

Vom Zeitungsjungen zum Konzernlenker: Der SAP-Vorstandschef lebt den amerikanischen Traum Aufstieg so radikal wie wenige sonst. Beständig hat sich der Amerikaner hochgearbeitet bis an die Spitze eines DAX-Konzerns. Hier führt er mit viel mehr Emotion als deutsche Kollegen. Der Erfolg gibt ihm recht und McDermott weiß, dass die Art ankommt, zumal daheim. Er kann sich eine Kandidatur bei US-Präsidentschaftswahlen vorstellen. Max Hägler

Freya Oehle

Freya Oehle, geboren 1989, hatte nach dem Studium das Angebot, bei einer Unternehmensberatung anzuheuern. Nur müsse sie sich darauf einstellen, so sagten sie ihr dort, die ersten drei Jahre unliebsame Arbeiten zu machen. Oehle lehnte ab und gründete stattdessen mit einem Schulfreund Spottster. Eine App, bei der man den Preis eingibt, den man etwa für ein Paar Turnschuhe zahlen möchte. Sinkt er in einem Shop auf oder gar unter diese Grenze, erhält man eine Nachricht. Bislang arbeiten etwa 3000 Online-Shops mit Spottster zusammen. Varinia Bernau

Andreas Renschler

Als der langjährige Daimler-Mann Anfang 2015 zu Volkswagen wechselte, wusste er, was ihn erwartete. Die Ansage an Renschler, Jahrgang 1958, war ja klar: Er sollte aus den Lkw-Töchtern MAN, Scania und dem eigenen VW-Nutzfahrzeuggeschäft eine neue, schlagkräftige Einheit schmieden. Was gar nicht so einfach ist. Der Schwabe bringt hier nicht nur sehr unterschiedliche Lkw zusammen, sondern muss auch Bayern, Niedersachsen und Schweden unter einen Hut kriegen. Renschler und das große interkulturelle Lkw-Experiment – eines der spannendsten Projekte in der Branche zurzeit. Thomas Fromm

Gisbert Rühl

Als Vorstandschef von Klöckner & Co führt er einen der weltweit größten produzentenunabhängigen Stahlhändler. Seit der frühere Roland-Berger-Partner den Spitzenposten bei Klöckner 2009 antrat, bedeutete das vor allem Krisenmanagement in einer Branche, die mit hohen Überkapazitäten kämpft. Nun hat sich der Wirtschaftsingenieur, Jahrgang 1959, vorgenommen, das Old-Economy-Unternehmen in die Neuzeit zu führen: Stahl will er künftig vor allem übers Internet verkaufen. Kirsten Bialdiga

Oliver Samwer

Jahrgang 1972, wuchs mit seinen beiden Brüdern Marc und Alexander in Köln auf. Er studierte als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes Betriebswirtschaftslehre und war Trainee bei Sal. Oppenheim. Mit seinen Brüdern betrieb er das Internetaktionshaus Alando und die Klingeltonfirma Jamba. Beide wurden mit Gewinn verkauft. 2007 wurde die Beteiligungsfirma Rocket Internet gegründet. Helmut-Martin Jung

Wolfgang Schäuble

Er war Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesinnenminister, er war Vorsitzender der CDU und Verhandlungsführer beim Einigungsvertrag mit der DDR. Er hätte Kanzler gekonnt, auch Bundespräsident, wurde es aber nicht. Dann machte Angela Merkel ihn, der seit vier Jahrzehnten – und damit länger als jeder andere – im Bundestag sitzt, zum Bundesfinanzminister. Seither kämpft er mit großer Leidenschaft für den Euro. Ulrich Schäfer

Denis Scheck

Denis Scheck verdient sein Geld mit Gedrucktem, aber man kennt ihn aus der „Glotze“. Der Schwabe ist nach dem Tod von Marcel Reich-Ranick Deutschlands wichtigster TV Literaturkritiker. Seit 2004 moderiert er die Sendung „druckfrisch“, für die er Autoren an ungewöhnlichen Orten besucht. Seine lebhafte Art ist umstritten, Kritiker werfen ihm hemmungslose Selbstinszenierung vor, Fans rühmen seine scharfzüngige „Stand-up- Comedy“. Langweilig ist er nie. Marc Beise

Mathias Schilling

Er ist im Silicon Valley ein Exot. Als Deutscher hat er 1997 eine Risikokapitalfirma gegründet und investiert seither mit eventures (ehemals BV Capital) erfolgreich in Start-ups. Er wartet nicht, bis die Gründer zu ihm kommen, sondern sucht gezielt nach ihnen – anfangs nur in Kalifornien, nun in aller Welt. Eventures verwaltet mehr als eine Milliarde Dollar. Zu den Investments gehören erfolgreiche Firmen wie Sonos, Friendinsurance oder Kaufda. Ulrich Schäfer

Sandra Sieber

Wenn sie den Hörsaal betritt, hören Vorstände, Geschäftsführer und Eigentümer besonders gut hin: Die Wirtschaftsprofessorin von der IESE, der international bedeutenden Business School mit Sitz in Barcelona, München, New York und São Paulo, ist Expertin für das Thema, das an den Unternehmensspitzen derzeit große Unsicherheit verursacht – Digital Business. Das heißt: Sieber erforscht u.a., wie Digitalisierung die etablierten Geschäftsmodelle verändert. Aufgewachsen ist die Kosmopolitin in Indonesien und Mexiko. Marc Beise

Vishal Sikka

Er ist ein Weltreisender, noch mehr als der von ihm geschätzte Schriftsteller Hermann Hesse. Geboren wurde er 1967 in Indien und später ging er zum Informatikstudium und Arbeiten in die USA, bis ihn 2002 die SAP nach Deutschland holte. Bald war Sikka dort der Erste Programmierer und wurde als Vorstandschef gehandelt – doch nun hat er dieses Amt beim indischen IT-Berater Infosys inne und führt dort 160 000 Mitarbeiter. Max Hägler

Christian Stammel

Er ist Gründer und CEO der weltweit tätigen Innovations- und Marktentwicklungsplattform Wearable Technologies Group. Stammel, Jahrgang 1969, treibt erfolgreich Innovationen und Kooperationen in den Bereichen Internet of Things und Wearables. Er berät einige der größten Tech-Unternehmen und organisiert mit seinem Team wichtige Netzwerktreffen in den USA, Europa und Asien. Helmut Martin-Jung

Margret Suckale

Margret Suckale, Jahrgang 1956, ist eine Pionierin der Wirtschaft. Die Juristin war 2008 die erste Frau im Führungsgremium eines der hundert größten deutschen Unternehmen als sie in den Vorstand der Deutschen Bahn einzog. Im Mai 2011 wurde sie in den Vorstand der BASF bestellt, neben dem Personalwesen ist sie verantwortlich für Anlagenbau und Instandhaltung, Umwelt, Gesundheit und Sicherheit sowie für die europäischen Verbundstandorte. Karl-Heinz Büschemann

Hubertine Underberg-Ruder

Nur wenige Menschen dürfen das Rezept des berühmten Magenbitters hüten. Eine davon ist sie, die Chefin des Verwaltungsrates, geboren 1962. Als der Vater ihr, da war sie 28, das Erbe antrug, bat die promovierte Mikrobiologin um Bedenkzeit. Dann stimmte sie zu. Sie kennt auch noch ein paar andere Rezepte, zum Beispiel, was einen guten Manager ausmacht. „Eine Mischung aus Hand, Herz und Hirn.“ Elisabeth Dostert

Miriam Wohlfarth

Sie ist eine der ganz wenigen weiblichen Führungspersönlichkeiten in der männerdominierten Fintech-Szene. Die Mitgründerin und Geschäftsführerin der RatePAY GmbH hat mehr als 16 Jahren Erfahrung in Online-Geldgeschäften. Zuletzt war sie beim international agierenden Payment Service Provider Ogone (Ingenico Payment Services). Davor baute sie für die Royal Bank of Scotland (RBS) und deren Payment-Services-Tochter Bibit in Deutschland das Geschäft im elektronischen Zahlungsverkehr maßgeblich mit auf. Marc Beise