17.–19. November 2016 • Hotel Adlon • Berlin

Referenten 2014

Vorgestellt von Autoren der Süddeutschen Zeitung.

Bei keinem anderen Wirtschaftskongress in Deutschland nehmen derart viele hochkarätige Referenten teil wie beim Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung. Auf dem Podium diskutieren jedes Jahr rund 50 Spitzenkräfte aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft und Sport.

Hier finden Sie alle 280 Referenten, die seit 2007 auf Deutschlands großem Wirtschaftskongress gesprochen haben, darunter sechs europäische Regierungschefs, der Bundespräsident und die Kanzlerin. Außerdem finden Sie hier die Referenten, die bereits für 2016 zugesagt haben. Die Liste wird fortlaufend aktualisiert. Schauen Sie also regelmäßig vorbei. Oder melden Sie sich für unseren Newsletter an, in dem wir regelmäßig über die Planung für unseren Kongress informieren.

 

Paul Achleitner

Die Finanzszene kennt er wie kaum ein zweiter: Der 1958 in Linz geborene Österreicher war schon Unternehmensberater (Bain), Deutschland-Statthalter einer US-Investmentbank (Goldman Sachs) und Finanzvorstand eines Versicherers (Allianz). Nun ist er Aufsichtsratschef der Deutschen Bank – sein härtester Job. Über schwere Stunden hilft ihm sein feinsinniger Humor – und Gespräche mit Gattin Ann-Kristin, Multiaufsichtsrätin und Wirtschaftsprofessorin. Meike Schreiber

Jörg Asmussen

Er war der Außenpolitiker der Europäischen Zentralbank und ist dann nach der Bundestagswahl 2013 der Familie wegen nach Berlin zurückgekehrt – als Staatssekretär ins Bundesarbeitsministerium. Obwohl er SPD-Mitglied ist, nahm ihn CDU-Finanzminister Wolfgang Schäuble 2009 als Staatssekretär an Bord. Er hatte zuvor unter drei SPD-Ministern gearbeitet. Markus Zydra

Benoît Battistelli

Er ist Franzose, lebt aber seit 2010 in München – und leitet dort das Europäische Patentamt, eine Behörde von mehr als 4.000 Patentprüfern. Seine Karriere ist typisch französisch: Erst besuchte er die Eliteschule ENA, dann folgte ein Aufstieg als Spitzenbeamter im auswärtigen Dienst und in der Ministerialverwaltung. Zuletzt leitete er das französische Patentamt. Ulrich Schäfer

Roland Berger

Geboren 1937 in Berlin, gehört er zu den bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft. Als Student gründete er eine Wäscherei in München, in Mailand lernte er das Handwerk der Berater, das ihn zum deutschen Branchenführer machte. Mit seinem eloquenten Auftreten ist er ein beliebter Gast auf Partys wie in TV-Talkshows. Karl-Heinz Büschemann

Florian Bieberbach

Der heute 41-Jährige hätte auch neuer Oberbürgermeister seiner Geburtsstadt werden können: Als langjähriger Münchner Juso-Chef war die Politikerkarriere fast schon vorgezeichnet. Doch er entschied sich für die Wirtschaft: Nach dem Informatik-Studium an der TU München und der Promotion in Wirtschaftswissenschaften fing er im Jahr 2000 im Investmentbanking der Deutschen Bank in London an. 2002 wechselte er zu den Stadtwerken München – und rückte dort rasch in die Geschäftsführung auf. Seit Januar 2013 führt er den Vorsitz. Marco Völklein

Saskia Biskup

Die doppelt promovierte Ärztin, Bioinformatikerin und exzellente Tennisspielerin hat sich 2009 entschlossen, die teure Highspeed-Gen-Analyse aus den Unis in die Praxis zu holen: Sie gründete das Unternehmen CeGaT, das hunderte Gene parallel untersucht und damit rasche, passgenaue Therapien ermöglicht, etwa bei Tumoren. Inzwischen beschäftigt sie 110 Mitarbeiter und erhielt den EU-Innovationspreis für Frauen 2014 der EU-Kommission. Max Hägler

Martin Blessing

Der Vorstandschef der Commerzbank kommt aus einer Bankiersfamilie. Der Betriebswirt, geboren 1963 in Bremen, begann seine Berufskarriere bei der Unternehmensberatung McKinsey. Seit 2001 sitzt Blessing im Vorstand der Commerzbank, im Jahr 2009 übernahm er den Vorstandsvorsitz. Er versucht, die in der Finanzkrise vom Staat gestützte Commerzbank wieder auf sicheren Kurs zu bringen. Markus Zydra

Julia Bösch

Dass sie einmal ihr eigenes Unternehmen gründen will, wusste sie bereits zu Schulzeiten. Dennoch hat sie nach dem Studium in München erst mal bei Zalando angeheuert. An ihrem ersten Arbeitstag bei dem Onlinehändler hat sie ihre Geschäftspartnerin kennengelernt, mit der sie sich zwei Jahre später daran machte, die Männerwelt zu erobern. Die beiden Frauen führen Outfittery, einen digitalen Assistenten für Shoppingmuffel.
Varinia Bernau

Frank Briegmann

Er stammt aus dem Westfälischen, studierte in Münster und begann seine Karriere auch in Westfalen (bei Bertelsmann). Mit 36 Jahren stieg er 2004 zum jüngsten Chef eines deutschen Major-Labels auf und führt seither Universal Music Deutschland. Das Unternehmen sitzt in Berlin, an der Spree, und vermarktet nicht nur internationale Stars, sondern deutsche, darunter die Sportfreunde Stiller und Helene Fischer. Ulrich Schäfer

Stephanie Bschorr

Sie ist Geschäftsführerin der HTG Wirtschaftsprüfung GmbH aus Berlin mit 80 Mitarbeitern. Außerdem führt die Rechtsanwältin und Steuerberaterin seit 2012 den Verband der Unternehmerinnen, den einzigen Wirtschaftsverband, der branchenübergreifend die Interessen von Unternehmerinnen aus dem Mittelstand vertritt. Die Frauen im VdU verantworten einen Umsatz von 85 Milliarden Euro und beschäftigen 500.000 Mitarbeiter. Ulrich Schäfer

Thomas Buberl

Gelegentlich wird er unterschätzt. Denn der Deutschlandchef der französischen Axa ist Jahrgang 1973 und damit einer der jüngsten Chefs in der Versicherungswirtschaft. Mancher altgediente Vorstand musste schmerzhaft erfahren, dass ihn dies nicht davon abhält, die Führungsriege nach seinem Geschmack zusammenzustellen. Banklehre, Studium, Promotion, Unternehmensberater und schließlich die Karriere in der Assekuranz – er ist schnell und ungeduldig. Herbert Fromme

Tim Clark

Er gehörte zum Gründungsteam von Emirates und ist einer der mächtigsten Männer der Luftfahrtindustrie. Sein Wort hat Gewicht, schließlich hat der seit 2003 amtierende Emirates-Chef mittlerweile über 142 Airbus A380 bestellt. Auch bei Boeing ist er einer der wichtigsten Kunden. Seine Airline lehrt Lufthansa derart das Fürchten, dass diese sogar dafür plädiert, ihr Verkehrsrechte wegzunehmen.
Jens Flottau

Jeroen Dijsselbloem

Dass der Sozialdemokrat der Wunschkandidat des Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble für das Amt des Chefs der Euro-Gruppe war, sorgte 2013 für Kopfschütteln. Schnell zerstreute der 1966 in Eindhoven geborene Niederländer, dessen Vorfahren auch aus Deutschland kommen, jeden Zweifel. Gut strukturiert und ergebnisorientiert führt er durch die Treffen der Finanzminister aus den 18 Euro-Ländern. Cerstin Gammelin

Thorsten Dirks

Fast zwei Jahrzehnte hieß sein Arbeitgeber E-Plus, sieben Jahre stand er an der Spitze des Mobilfunkanbieters und hat dort zahlreiche neue Marken wie Simyo oder Base etabliert. Da war es fast logisch, dass der Diplom-Ingenieur nach der Fusion mit Telefónica Deutschland nun auch den neuen Telekommunikationsanbieter führt: die neue Nummer eins bei Mobilfunkanschlüssen vor der Telekom und Vodafone. Ulrich Schäfer

Marion Festing

Die BWL-Professorin gehört zu den wenigen weiblichen Führungskräften deutscher Spitzen-Hochschulen. Seit 2012 ist sie Rektorin der ESCP Europe Wirtschaftshochschule in Berlin, wo sie seit 2002 den Lehrstuhl für Personalmanagement und Interkulturelle Führung inne hat. Die profilierte Wissenschaftlerin ist eine Expertin beim Thema „Frauen in Führungspositionen“ oder neudeutsch „Gender in Management“. Sie hat über Personalmanagement promoviert und sich in ihrer Habilitation mit Themen der Globalisierung beschäftigt. Marc Beise

Delia Fischer

Sechs Jahre hat sie als Journalistin über Möbel und Dekoration geschrieben – bis sie die Seiten gewechsel hat: 2011 gründete die Bayerin Westwing, einen Online-Handel für Wohnaccessoires. Mithilfe von Investoren wie Rocket Internet expandierte ihre Firma schnell ins Ausland. Nach Feierabend führt die 30-Jährige ihren Beschäftigten gerne Filme in der Kantine vor. Natürlich nur welche, die die Einrichtung gut in Szene setzen. Benedikt Müller

Ulrich Grillo

Als Barack Obama mit der Kanzlerin tafelte, saß er neben dem US-Präsidenten. Der Chef des Bundesverbands der Deutschen Industrie fällt auf (gertenschlank, Maßanzüge). Der Zink-Unternehmer scheut keine Konflikte (von der Vermögensteuer bis zur Energiewende) und findet klare Worte („Sündenfall“, „kein Zukunftskonzept“). Ende des Jahres tritt er als BDI-Chef ab. Thomas Öchsner

Christian Grobe

Er war Projektleiter bei McKinsey, der Beratungsfirma, die zuhauf Manager für andere Unternehmen hervor gebracht hat. Seit dem Frühjahr 2014 arbeitet er nun für das Start-up Zencap. Die Firma will ein Kreditmarktplatz für Mittelständler sein – und Kredite an kleine und mittlere Betriebe vermitteln, die eine Vielzahl von Geldgebern bereitstellen. Hinter Zencap steht die Internet-Holding Rocket der Samwer-Brüder.Ulrich Schäfer

Karl Haeusgen

Sein Unternehmen stellt hydraulische Komponenten her. Die stecken zum Beispiel – aber nicht nur – in halbautomatischen Kamelwaschanlagen. Aber der Mann kann mehr als man von einem Maschinenbauunternehmer vielleicht erwarten würde. Er kann Gedichte aufsagen. Die Begeisterung für Prosa liegt in der Familie. Seine Mutter hat das Lyrik-Kabinett in München gegründet. Elisabeth Dostert

Oliver Hermes

Er hat bei den Wirtschaftsprüfern von KPMG als Partner gearbeitet und ist dann in die Industrie gewechselt – zu WILO, einem großen Mittelständler, der vor allem energieeffiziente Pumpen herstellt. Vier Jahre war er Vorstand für Finanzen, seit 2010 leitet er das Unternehmen mit seinen rund 7.000 Beschäftigten. Sein Ziel ist: WILO, daheim in Dortmund, aber in 70 Ländern der Welt vertreten, soll weiter international wachsen. Ulrich Schäfer

Heinrich Hiesinger

Als Chef bei ThyssenKrupp hat er 2011 eine der schwierigsten Aufgaben in der deutschen Industrie übernommen. Der promovierte Diplom-Ingenieur verordnete dem Konzern einen umfassenden Kulturwandel. Anregungen dafür holt er sich unter anderem bei seinem früheren Arbeitgeber Siemens. Dort stieg der vierfache Familienvater binnen 15 Jahren in den Zentralvorstand auf und war zuletzt Chef der Industriesparte. Kirsten Bialdiga

Reiner Hoffmann

Sein Vater war Maurer, die Mutter Putzfrau. Er stieg vom Azubi bei Hoechst über den zweiten Bildungsweg zum neuen DGB-Chef auf. Ein Lebenslauf für einen Arbeiterführer wie aus dem Bilderbuch. Zum Schwarz-Weiß-Denker ist das SPD-Mitglied dabei nicht geworden. Der Ökonom will mehr Besserverdiener für die Gewerkschaften gewinnen – ein weiter Weg, selbst für einen Langstreckenläufer. Thomas Öchsner

Angela Hornberg

“Es muss ein Rock durch Deutschland gehen“, hat sie in einem Gastbeitrag für die SZ gefordert und spart auch sonst nicht mit starken Worten, wenn es um die Benachteiligung von Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen in der Wirtschaft geht: „Wie wäre es mit einer Abwrackprämie für ausgediente Alt-Machos“? Die gebürtige Mailänderin, Volkswirtin und frühere Investmentbankerin in Frankfurt, Berlin und London ist seit 2002 als Personalberaterin in den Top-Etagen der europäischen Wirtschaft unterwegs. Marc Beise

Nina Hugendubel

Mindestens einmal in der Woche ist sie in einer Filiale, prüft das Sortiment, die Präsentation, spricht mit Kunden. Die gelernte Buchhändlerin führt zusammen mit ihrem Bruder Maximilian seit 2005 eine der größten Buchhandelsketten in Deutschland. Einfach ist das nicht, denn der Internethandel und die zunehmende Attraktivität von E-Books machen dem klassischen Buchhandel das Leben immer schwerer. Caspar Busse

Julia Jäkel

Seit sie 2012 den Vorstand von Gruner + Jahr übernommen hat, baut die 42-Jährige Europas größten Zeitschriftenverlag um – und strafft allerorten: Die Finanzblätter wurden bis auf Capital verkauft, die in München beheimateten Titel werden größtenteils in die Zentrale geholt. Es sind harte Entscheidungen, die nicht nur Beifall einbringen. Eine Führungskraft müsse „Lust auf Verantwortung“ haben, hat die Hamburgerin einmal gesagt. Kristina Läsker

Philipp Justus

Jahrgang 1970, erklärt Unternehmern, welche Begriffe Menschen in Suchmaschinen eintippen – und wie sich darum Anzeigen platzieren lassen. Er verantwortet für den amerikanischen Internetkonzern Google das Geschäft im deutschsprachigen Raum. Und das basiert vor allem auf Werbung. Er kam im Juni 2013 von der Onlinemarketingfirma Zanox. Zuvor arbeitete er beim Onlinehändler Ebay. Varinia Bernau

Joe Kaeser

Seit August 2013 ist er Vorstandsvorsitzender von Siemens. Der Manager, der im Bayerischen Wald als Josef Käser aufgewachsen ist, heuerte schon 1980 bei dem Münchner Konzern an und machte schnell Karriere. Von 2006 an war er Finanzchef, und damit der mächtige Mann im Hintergrund. Als Konzernchef Peter Löscher überraschend stürzte, wurde Kaeser sein Nachfolger. Jetzt sucht er einen neuen Kurs für Siemens – und setzt voll auf die Digitalisierung. Caspar Busse

Olaf Koch

Als er 2012 Metro übernahm, war er mit 41 Jahren der jüngste Dax-Chef. Schon bei Daimler, wo der Diplom-Betriebswirt seine Karriere 1994 startete, war er mit 32 Jahren in den Vorstand der Mercedes Car Group aufgestiegen. Ab 2007 beschäftigte er sich beim Finanzinvestor Permira erstmals intensiver mit Handelsthemen. Zwei Jahre später wechselte der dreifache Familienvater dann zur Metro – zunächst als Finanzvorstand. Kirsten Bialdiga

Sabine Lautenschläger

Als Direktorin der Europäischen Zentralbank ist die Juristin für den Aufbau der neuen europäischen Bankenaufsicht zuständig. Davon versteht die 50-Jährige jede Menge: 1995 begann sie ihre Karriere bei einem Vorläuferinstitut der deutschen Finanzaufsicht Bafin, 2011 nahm sie den Posten als Vize-Präsidentin der Bundesbank an, schon im Januar 2014 folgte sie dem Ruf zur EZB. Sabine Lautenschläger ist verheiratet und hat eine Tochter. Alexandra Rexer

Emma Marcegaglia

Die Financial Times zählte die norditalienische Stahlunternehmerin Emma Marcegaglia 2010 in ihrem jährlichen Ranking „Women at the top“ zu einer der 50 einflussreichsten Geschäftsfrauen überhaupt – und das nicht nur, weil sie damals den italienischen Industrieverband Confindustria führte. Marcegaglia nutzt ihre Bekanntheit, tritt häufig im italienischen Fernsehen auf – und mischt sich ein in die italienische Politik. Thomas Fromm

Bernhard Mattes

Aus ihm ist wohl nicht zufällig ein Auto-Mann geworden. Wenn der Vater Manager bei VW ist und der Geburtsort Wolfsburg lautet, ist die Liebe zur Mobilität in die Wiege gelegt. Nach der Uni begann er 1982 bei BMW. 17 Jahre später der Einstieg beim US-Autobauer Ford in Köln als Vorstand für Vertrieb und Marketing, seit 2002 ist er Deutschland-Chef. Privat trifft man den Vater von zwei Töchtern beim 1. FC Köln – er ist Fan. Thomas Fromm

Hartmut Mehdorn

Können die Deutschen noch Großprojekte? Der Chef der Dauerbaustelle Berliner Hauptstadtflughafen gilt als Experte für diese Frage, aufgrund eigener Anschauung. Der für seinen vehementen Führungsstil bekannte 72-Jährige Manager übernahm den Job im März 2013. Er ist gelernter Ingenieur, kommt aus der Branche. Bundesweite Aufmerksamkeit erfuhr er zuvor schon als Chef der Deutschen Bahn. Jens Schneider

Daniela Mielchen

Sie ist Fachanwältin für Verkehrsrecht in Hamburg und vor allem Expertin für die juristischen Fragen rund um das Thema „Vernetzte Autos“. Die Anwältin kann der rasanten technologischen Entwicklung nicht nur Gutes abgewinnen: Vor allem sieht sie noch großen Regelungsbedarf bei der Frage, welche Daten überhaupt gesammelt werden dürfen – und wer am Ende alles Zugriff auf das sensible Material haben darf. Thomas Fromm

Mario Moretti Polegato

Eigentlich war die Zukunft des 1952 geborenen Mannes aus dem Veneto vorgezeichnet: Seine Familie machte in Wein. Dann, eines Tages, bohrte er bei einem Ausflug in den USA Löcher in seine Schuhe, um sie besser zu durchlüften – die Geox-Idee war geboren. Er versuchte, seine Idee mit der durchlässigen Sohle an andere Hersteller zu verkaufen – vergeblich. 1995 gründete er seine Firma, 2004 brachte er sie an die Börse. Thomas Fromm

Todd Morley

Er gehört mit seiner G2 Investment Group zu den einflussreichsten Finanziers in New York – auch darüber hinaus. Sein Unternehmen hat er zusammen mit seinen Partner im Jahr 2010 gegründet, es investiert vor allem in Elemente des täglichen Bedarfs (wie zum Beispiel Energie, Technologie, Lebensmittelindustrie, Gesundheitswesen, etc.). Davor führte der Amerikaner den von ihm mitgegründeten Investmentfonds der Guggenheim-Familie, der rund 170 Milliarden Dollar weltweit an Vermögen verwaltet. Ulrich Schäfer

Fabien Nestmann

Er machte Karriere bei der IT-Sicherheitsfirma Identiv, bevor er 2013 bei Uber Technologies anheuerte, jenem kalifornischen Unternehmen, das per App bezahlte Fahrdienste organisiert und sich gerade mit der Taxi-Branche vor Gericht streitet. Der Diplom-Betriebswirt studierte an der ESB Reutlingen und der Neoma Business School in Rouen und beweist als Deutschland-Sprecher von Uber sein diplomatisches Geschick. Jan Willmroth

Verena Pausder

Sie lacht gern. Am lautesten über ihre eigenen Witze, wie sie sagt. Aber wenn’s weniger lustig wird, wird sie keinesfalls leise. Zum Beispiel bei der Frage, warum es in Deutschland so wenige Gründer gibt. Sie selbst hat mehrere Firmen gegründet. Unter anderem Fox & Sheep, einen Anbieter von Apps und Onlinespielen für Kinder, den sie auch heute noch, nach dem Verkauf der Mehrheit an Haba, gemeinsam mit zwei anderen führt. Varinia Bernau

Martin Reitz

Auf den ersten Blick wirkt er zurückhaltend, aber der erste Eindruck täuscht: Kaum ein Banker in der Bankenmetropole Frankfurt formuliert so klar und analytisch messerscharf, wenn es um die Finanzbranche geht. Der Nordhesse studierte u.a. an der Elite-Universität Stanford und erwarb einen Doktortitel im Fach Spieltheorie, seit 2009 steht er an der Spitze der traditionsreichen Privatbank Rothschild in Deutschland.
Andrea Rexer

Martin H. Richenhagen

Er liebt klare Worte – wenn es sein muss, kritisiert er auch den US-Präsidenten. Barack Obama verstehe „wenig von Wirtschaft“, sagt der Chef des amerikanischen Landmaschinenherstellers AGCO, zu dem auch der deutsche Traktorenhersteller Fendt gehört. Der gebürtige Kölner (Jahrgang 1952), der Obama hin und wieder trifft, ist einer der wenigen Deutschen an der Spitze eines US-Konzerns.
Silvia Liebrich

Gisbert Rühl

Als Vorstandschef von Klöckner & Co führt er einen der weltweit größten produzentenunabhängigen Stahlhändler. Seit der frühere Roland-Berger-Partner den Spitzenposten bei Klöckner 2009 antrat, bedeutete das vor allem Krisenmanagement in einer Branche, die mit hohen Überkapazitäten kämpft. Nun hat sich der Wirtschaftsingenieur, Jahrgang 1959, vorgenommen, das Old-Economy-Unternehmen in die Neuzeit zu führen: Stahl will er künftig vor allem übers Internet verkaufen. Kirsten Bialdiga

Philippe Sauquet

Er hat bei Total im Oktober 2014 jenen Vorstandsposten übernommen, den bis dahin der neue Konzernchef Partrick Pouyanné inne hatte: Er leitet das Raffinerie- und Chemiegeschäft. Er hat einst an zwei französischen Elite-Unis und in Berkeley (USA) studiert, hat dann zunächst einige Jahre in der Pariser Regierung gearbeitet und ist 1988 in Wirtschaft gewechselt, 1990 dann zu Total. Bis zuletzt war er Vorstand für das Gas- und Kraftwerkgeschäft. Ulrich Schäfer

Wolfgang Schäuble

Er war Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesinnenminister, er war Vorsitzender der CDU und Verhandlungsführer beim Einigungsvertrag mit der DDR. Er hätte Kanzler gekonnt, auch Bundespräsident, wurde es aber nicht. Dann machte Angela Merkel ihn, der seit vier Jahrzehnten – und damit länger als jeder andere – im Bundestag sitzt, zum Bundesfinanzminister. Seither kämpft er mit großer Leidenschaft für den Euro. Ulrich Schäfer

Wolf Schumacher

Seine Karriere begann in München: bei der Bayerischen Hypotheken und Wechselbank, die später in der HypoVereinsbank aufging. Ihn zog es weiter zu den Genossenschaftsbanken, als Chef der Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank und stellvertretenden Chef der VR Immobilien AG. Seit 2005
leitet er die Aareal Bank und ist stolz, dass er mit dem Immobilieninstitut so gut durch die Krise kam. Ulrich Schäfer

Manuela Schwesig

Sie gehört zu den neuen, jungen Gesichtern in der SPD – und ist schon Bundesministerin: Die gebürtige Brandenburgerin vertritt als Chefin des Familienressorts gern auch kontroverse Positionen. So würde sie gerne eine staatlich unterstützte 32-Stunden-Woche für junge Eltern schaffen – und auch eine höhere Frauenquote in den Führungsetagen deutscher Unternehmen ist ihr ein Herzensanliegen. Ulrich Schäfer

Tania Singer

Sie ist eigentlich eine Hirnforscherin und arbeitet als Direktorin am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig. Doch sie interessierte sich schon immer für andere Wissenschaften – inzwischen auch für die Ökonomie. Gemeinsam mit dem Ökonomen Dennis Snower, den sie beim Weltwirtschaftsforum in Davos kennenlernte, erforscht sie neue Ansätze für die Wirtschaftswissenschaften. Ulrich Schäfer

Dennis Snower

Mehr Brückenbauer geht kaum. An der Förde forciert der US-Amerikaner das vernetzte Denken zwischen den Disziplinen. Sein Credo: „Der Mensch muss im Zentrum des Geschehens der Wirtschaftswissenschaften stehen.“ Darum paktiert der Ökonom, Jahrgang 1950, mit Psychologen, Neurowissenschaftlern und Klimaforschern. Seit 2004 Präsident des Instituts für Weltwirtschaft, Hobbypoet. Melanie Ahlemeier

Carsten Spohr

Er galt von Anfang an als Favorit für die Nachfolge von Christoph Franz an der Lufthansa-Spitze und musste doch rund ein halbes Jahr warten, ehe der Aufsichtsrat sich für ihn entschied. Nun ist er seit Mai 2014 im Amt und muss beweisen, dass er selbst schneller ist als seine Aufseher und die Lufthansa reformieren kann. Dazu muss er auch eine Antwort auf die wachsende Konkurrenz aus dem arabischen Raum finden. Jens Flottau

Rupert Stadler

Seine Vorgänger an der Audi-Spitze wurden früher oder später irgendwann mal VW-Chefs – so etwa Ferdinand Piech oder Martin Winterkorn. Ob auch der Oberbayer nach Wolfsburg drängt? Lieber spricht der juvenile Manager, Sohn eines Landwirts aus dem Landkreis Eichstätt, bei einer guten Zigarre darüber, wie er aus dem Ingolstädter Autobauer den erfolgreichsten Premiumhersteller der Welt machen will.
Thomas Fromm

Frank-Walter Steinmeier

Frank-Walter Steinmeier (58) ist seit 2013 zum zweiten Mal Bundesaußen-minister. Das Amt und viele internationale Probleme empfingen ihn vier Jahre nach seinem ersten Abschied als wäre er nie weg gewesen. Steinmeier, der nach dem gescheiterten Angriff auf Angela Merkel 2009 auf eine erneute Kanzlerkandidatur vier Jahre später auch wegen der hohen Arbeitsbelastung verzichtete, ist vor allem wegen der Ukrainekrise praktisch seit seinem Amtsantritt fortwährend als Krisenmanager gefordert und unterwegs.
Nico Fried

Julia Stoschek

Sie stammt aus einer Unternehmerfamilie, ist Gesellschafterin des Autozulieferers Brose. Aber Erbin allein würde sie nie sein wollen. Die Betriebswirtin macht ihr eigenes Ding und das sehr ernsthaft. Sie sammelt Medienkunst – Videoarbeiten, Installationen, Fotografien – und zeigt sie in einem denkmalgeschützten Fabrikgebäude in Düsseldorf. Sie hat sich den Respekt in der Kunstszene erkämpfen müssen, eben weil sie Erbin ist. Diesen Kampf hat sie längst gewonnen. Elisabeth Dostert

Peter Terium

Seit Mitte 2012 führt der Musikfan Deutschlands zweitgrößten Energiekonzern RWE. Welchen Ton die Energiewende gerade trifft? „Die Debatte erinnert mich sehr an moderne Klänge von Arnold Schönberg“, sagt der gebürtige Niederländer (Jahrgang 1963). Der Komponist habe die Musik neu erfunden – mit einem Konzept neben Dur und Moll. Teriums Fazit: „Eine echte Geduldsprobe“.
Markus Balser

Clemens Triebel

Er will von Kohle und Öl nicht viel wissen. „Let the fossils rest in peace“ ist der Leitspruch seiner Firma Younicos. Das Berliner Unternehmen hat sich auf Stromspeicher spezialisiert – wie die auf der Azoreninsel Graciosa. Sie soll mit einem Mix aus Windparks, Solaranlagen und Batterien unabhängig von Dieselgeneratoren werden. In Schwerin baute der Maschinenbau-Ingenieur unlängst Europas größten Batteriespeicher. Speichern soll er Ökostrom von der Küste. Michael Bauchmüller

Thomas Tuchel

Ein deutscher Fußballtrainer – und was für einer. Als er noch vor dem ersten Spieltag 2009/10 Cheftrainer beim Aufsteiger FSV Mainz 05 wurde, war das für viele eine Sensation. Denn der damals 35-Jährige hatte weder Bundesliga-erfahrung als Spieler, noch hatte er je als Profitrainer gearbeitet. In Mainz blieb der Fußballbesessene bis Mai 2014 und verordnete sich dann eine schöpferische Pause. Kenner halten den Diplom-Betriebswirt für höchste Traineraufgaben prädestiniert. Marc Beise

Jens Weidmann

Der Bundesbankpräsident, geboren 1968 in Solingen, wirkt in der Öffentlichkeit zurückhaltend, in der Sache kann er allerdings knallhart auftreten. Das bekommen seine Kollegen im Rat der Europäischen Zentralbank zu spüren, aber auch die Bundesregierung. Der ehemalige Wirtschaftsberater von Angela Merkel will die Rettungsmaßnahmen der EZB und die staatliche Kreditaufnahme zurückfahren.
Markus Zydra

Françoise Wilhelmi de Toledo

Sie isst gern – aber genauso gerne fastet sie auch. Und deshalb hat sie das Fasten, genauer: das Heilfasten, zum Beruf gemacht. Gemeinsam mit ihrem Mann leitet sie zwei Kliniken, eine in Überlingen am Bodensee, eine im spanischen Marbella, um Patienten mittels des Heilfastens und der Integrativen Medizin neue Wege aufzuzeigen. Buchinger-Wilhelmi ist ein erfolgreiches Familienunternehmen in vierter Generation. Ulrich Schäfer