Der SZ-Wirtschaftsgipfel zeichnet die innovativsten Gründer aus
– mit einer besonderen Jury

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Der Gründerwettbewerb Gipfelstürmer des SZ-Wirtschaftsgipfels geht in die dritte Runde. Wir suchen die besten Ideen aus Deutschland. Die SZ begleitet den Wettbewerb mit Porträts von Gründern und Gründerregionen jenseits der Metropolen:
 
Porträts auf sz.de
 
Kurz und prägnant auf twitter.de

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Ansprechpartner rund um
die SZ-Gipfelstürmer

Elisabeth Dostert
Wirtschaftsredaktion Süddeutsche Zeitung

gipfelstuermer@sz-wirtschaftsgipfel.de

Teilnahme

Teilnahme am Kongress zum Start-up-Sonderpreis

Sie möchten auf jeden Fall – und unabhängig vom Gipfelstürmer-Wettbewerb – am SZ-Wirtschaftsgipfel 2019 teilnehmen?

Dann melden Sie sich jetzt zum Start-up-Sonderpreis in Höhe von 545 € zzgl. MwSt. an. Bitte beachten Sie, dass das Teilnehmerkontingent begrenzt ist und nach Anmeldedatum vergeben wird. Die Anmeldekriterien zur rabattierten Teilnahme am SZ-Wirtschaftsgipfel für Startups richten sich nach den selben Kriterien wie bei unserem SZ-Gipfelstürmer Wettbewerb.

2018

 
Der diesjährige Gipfelsturm hat uns regelrecht umgehauen – wir hatten sehr viel mehr Bewerbungen und vor allem: Die Qualität der Bewerbungen war noch höher als im vergangenen Jahr. Dies zeigt: Deutschland ist ein Gründerland, seine Start-ups werden immer besser, immer innovativer, und ihre Geschäftsmodelle noch ausgereifter. Ein Land, in dem so viele Menschen leben, die den Mut haben, sich mit ihrer Idee selbständig zu machen, hat auch eine starke wirtschaftliche Zukunft.
 

Herzlichen Glückwunsch

 
Beim diesjährigen SZ-Gipfelstürmer-Wettbewerb hat sich Blue Go durchgesetzt. Wir gratulieren unserem Gipfelstürmer 2018!
 

Blue Go

Die Geschichte von Blue Go fängt an der Uni in München an. Da lernten sich die Gründer des Start-ups: Lucas Böhnisch, Felix Pröhl und Marina Weinehl. Einer kommt nicht aus München und er ärgerte sich über das Tarifsystem der Münchner Verkehrsbetriebe. Vielen Menschen geht es so in fremden Städten. Für sie hat das 2018 gegründete Start-up eine Software entwickelt, über die Tickets automatisch gebucht werden können. „Damit Fahrgäste den Dienst nutzen können, müssen Verkehrsbetriebe die Software in ihre eigene App integrieren“, sagt Mitgründerin Weinehl. Die im Smartphone verbauten Sensoren erkennen automatisch den Anfang und das Ende einer Fahrt mit einem öffentlichen Verkehrsmittel und der günstigste Fahrschein wird gebucht. Ein Prototyp der Software wird bereits seit diesem Sommer mit den Stadtwerken Augsburg getestet. Die finanzieren auch die Entwicklung. „Wir wollen die Entwicklung bis Herbst 2019 abschließen und dann das Produkt Verkehrsbetrieben anbieten“, so Weinehl. Das Potenzial ist riesig. Nach Angaben des Verbandes deutscher Verkehrsunternehmen nutzen jedes Jahr in Deutschland mehr als zehn Millionen Kunden Busse und Bahnen des öffentlichen Nahverkehrs. Ein knappes Viertel der Fahrgäste bucht seine Fahrt bereits über die App des jeweiligen Verkehrsbetriebes und der Anteil steigt.

Die weiteren Finalisten 2018:

 

Blickfeld

Den perfekten Rundumblick sollen die Lasersensoren des Münchner Start-ups Blickfeld liefern. Solche Bilder brauchen selbstfahrende Autos, um Gefahren im Verkehr zu erkennen, aber auch autonome Systeme in der Industrie, damit zum Beispiel mobile Roboter und Menschen in der Fabrik nicht anecken. Mathias Müller, Sebastian Neusser, Florian Petit und Rolf Wojtech haben die Firma 2017 gegründet. Der von Blickfeld entwickelte Lidar-Sensor liefert hochauflösende, dreidimensionale Umgebungsdaten. Er basiert auf handelsüblichen Komponenten, das macht das System preiswerter und damit massentauglich, kombiniert mit einer patentierten Silizium-Struktur. Kernstück ist eine Strahlenablenkungseinheit, die aus zwei Mikrospiegeln besteht, die wiederum aus Wafern produziert werden. Diese werden von einer Software angesteuert und lenken den Laserstrahl über die Szene. Der Laserstrahl wird von Objekten reflektiert und aus dem reflektiertem Licht wird in Echtzeit ein hochauflösendes Bild errechnet. Die Technologie von Blickfeld hat schnell Investoren überzeugt. Bislang haben Fluxunit, der Venture Capital Arm des Lichtherstellers Osram, Tengelmann Ventures, der High-Tech-Gründerfonds und Unternehmertum Capital Ventures knapp 8,6 Millionen Euro in das Start-up gesteckt. 2019 will es das erste Produkt in Serie fertigen lassen. Tempo ist wichtig, denn Blickfeld arbeitet nicht alleine an Sensoren für die Umfeldbeobachtung, denn der Markt ist riesig.

Hawa Dawa

In deutschen Städten herrscht dicke Luft. Feinstaub und schädliche Klimagase gefährden die Gesundheit der Menschen, die dort leben. Das Start-up Hawa Dawa kombiniert Hardware und Software. Kostengünstige, kompakte und bei Bedarf durch Solarenergie energieautarke Sensorboxen werden an verschiedenen Stellen der Stadt verteilt. Die dort gewonnenen Daten werden mittels Verfahren des maschinellen Lernens kalibriert, mit weiteren Daten wie Verkehrs-, Wind- oder Wetterdaten kombiniert und über die KI-gestützte Software-Plattform durch smarte Algorithmen ausgewertet. So entsteht in Echtzeit ein flächendeckendes Bild der Luftqualität. Mitgründer Karim Tarraf kennt die Gefahren der Luftverschmutzung nur allzu gut aus seiner Heimatstadt Kairo. Er gewann 2015 einen Hackathon an der TU München. Eigentlich wollte er ein mobiles Gerät für Asthmatiker entwickeln. Daraus wurde dann mehr. Der Name des Start-ups ist Programm. Im Arabischen bedeutet der Name Hawa Dawa Luftmedizin oder Luftreinheit. „Wenn man nicht nur vermuten muss, sondern weiß, wie hoch die Luftverschmutzung an einem Ort gerade ist, lassen sich die Verursacher leichter identifizieren, präventive Maßnahmen wirkungsvoller umsetzen und, in logischer Konsequenz, lassen sich die Städte grüner gestalten“, sagt Tarraf.

Pro Glove

Alles was in einem Werk oder Lager ankommt und es verlässt, muss registriert werden. In der digitalen Fabrik ist alles miteinander vernetzt. Dabei helfen die schlauen Handschuhe des Münchner Start-ups Workaround. Seine erste Produktfamilie heißt Pro Glove. Auf dem Handschuhrücken sitzt ein Scanner, wird der Trigger am Zeigefinger ausgelöst, wird die Scanfunktion aktiviert. 2014 taten siich Thomas Kirchner, Paul Günther, Jonas Girardet und Alexander Grots zusammen, um mit einem intelligenten Handschuh in einem von Intel ausgeschriebenen Wettbewerb für Wearables anzutreten. Kittel, Arbeitsschuhe, Schutzhelme und Handschuhe tragen viele Arbeiter. Wieso also nicht ein vorhandenes Teil nutzen, um die Produktion intelligenter und effizienter zu machen. Manche Bewegungen machen Beschäftigte mehrere Hundert Mal am Tag. Wenige Sekunden, die bei einem einzelnen Arbeitsschritt eingespart werden, summieren sich über den Tag und alle Mitarbeiter eines Standartes zu Stunden und Tagen auf. Zeit ist Geld. Der Handschuh kommt bei Kunden und Investoren gut an. Zu den Kunden zählen Konzerne wie Kuka, BMW und John Deere. Zu den Investoren Intel Capital, Gettylab, Deutsche Invest Capital und Bayern Kapital. Seit der Gründung hat Workaround 7,5 Millionen Euro eingesammelt. Längst tüfteln die Gründer schon am nächsten Produkt. Ein intelligentes Display am Handgelenk soll den Träger durch das Lager führen und zeigen, wo er das angeforderte Produkt finden, oder es erklärt den nächsten Arbeitsschritt.

Tandemploy

Alle reden von der digitalen Transformation. Aber die neue Art zu arbeiten, passt häufig nicht in alte Strukturen und Arbeitsmodelle. In jedem Unternehmen steckt viel Wissen, aber es wird nicht genutzt. Das Berliner Start-up Tandemploy will das ändern und die Arbeitswelt innerhalb einer Firma modernisieren, in dem es Menschen und Wissen über eine Software zusammenbringt. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen legen ein Profil an und finden über einen Matching-Algorithmus den richtigen Kollegen oder die richtige Kollegin für den nächsten Arbeitskreis, einen Mentor oder jemanden für ein Jobsharing. Die Gründerinnen Anna Kaiser und Jana Tepe sind selbst ein gutes Tandem. Tepe kommt gerne früh ins Büro, Kaiser arbeitet gern in den Abendstunden. Und beide sind viel unterwegs, weil ihre Idee gut ankommt. Zu den Kunden zählen nach Angaben des Start-ups Konzerne wie SAP, Evonik, Beiersdorf und Innogy. Was sie predigen, wollen Kaiser und Tepe in der eigenen Firma auch vorleben. Die Mannschaft des Start-ups arbeitet flexibel. Es gibt laut Internetseite drei Jobsharing-Tandems, vier interdisziplinäre Teams, fünf Freelancer und zwölf Kollegen mit einer Vier-Tage-Woche. Im Berliner Büro gilt die „bayerische Feiertagsordnung“: Es gibt vier freie Tag mehr als in Berlin üblich. „Jeder verbringt hier wertvolle Lebenszeit und soll das Gefühl haben, sie sinnvoll zu nutzen. Es gibt sicherlich Menschen, die Arbeit und Leben mehr voneinander trennen als andere, aber wir wollen ein Umfeld schaffen, dass niemanden in eine Rolle zwängt“, sagt Kaiser.

Userlane

Jeder Mensch kann jede Software bedienen. Klingt utopisch. Aber genau das verspricht Userlane. Das Start-up will die Nutzer Schritt für Schritt und in Echtzeit durch eine Software führen. Unternehmen, ist Userlane überzeugt, können damit gleich mehrere Probleme lösen. Sie können Mitarbeiter einstellen, auch wenn diese bestimmte Softwarekenntnisse nicht mitbringen. Sie sparen Zeit und Geld für Schulungen, das erledigt die Software. Ein paar Hundert Kunden hat das Start-up derzeit, darunter Commerzbank, Allianz und die Stadt München. Softwarehersteller wie zum Beispiel Celonis oder Shore haben Userlane in ihre eigenen Lösungen integriert, um ihre Anwender zu schulen. „Wir laufen auf nahezu jeder Software der Welt“, sagt Kajetan Uhlig, der die Firma zusammen mit Felix Eichler und Hartmut Hahn gegründet hat. Sie wollen die Wissenslücke zwischen Mensch und Maschine schließen. „Im Fokus der Digitalisierung steht der Mensch. Technologie soll uns nicht im Weg stehen, sondern uns den Weg bereiten. Unser Ziel ist es, die Wissenslücke zwischen Mensch und Maschine komplett zu schließen, so dass jeder Mensch - ganz ohne Training - jede Software sofort bedienen kann", sagt Mitgründer Hahn. Nach Angaben des Unternehmens, Stand Mitte September, werden schon heute mehr als 7,2 Millionen Menschen mit der Software geschult. Es sollen noch sehr viel mehr werden.

Gipfelstürmer gesucht

Der Wettbewerb: Gründer sind entscheidend für die Zukunft unserer Wirtschaft. Deshalb zeichnet der Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung in diesem Jahr zum dritten Mal die Besten von ihnen aus. Die Ausschreibung für den Start-up-Wettbewerb „Gipfelstürmer“ lief vom 15. Mai bis zum 31. August. Bewerben konnten sich Unternehmen, die älter als sechs Monate und jünger als fünf Jahre sind und ihren Hauptsitz in Deutschland haben. Der Wettbewerb läuft in zwei Runden ab.

Die Vorrunde: Eine Jury aus Mitgliedern der SZ-Wirtschaftsredaktion wählt im Oktober aus allen Bewerbern die sechs Finalisten aus. Diese „Gipfelstürmer“ dürfen vom 12. November bis 14. November am SZ-Wirtschaftsgipfel im Hotel Adlon in Berlin teilnehmen, Deutschlands großem Wirtschaftskongress mit mehr als mehr als 60 Referenten.

Der Start-up-Pitch: Am 14. November dürfen sich die sechs Finalisten ihre Geschäftsidee und ihr Unternehmen auf der Wirtschaftsgipfel-Bühne im Hotel Adlon vorstellen. Jedes Start-up hat dafür genau drei Minuten Zeit. Anschließend kürt eine ganz besondere Jury den Sieger: Per App stimmen alle Teilnehmer des SZ-Wirtschaftsgipfels ab. Viele von ihnen sind erfahrene Unternehmer und Manager, die wissen, worauf es ankommt. Sie sind neugierig auf Gründer und ihre Ideen. Das Motto für den Wettbewerb lautet daher auch: „Start-ups meet Grown-ups“. Unterstützt wird der Pitch von Berlin Partner, der Wirtschaftsförderung von Berlin.

Die Serie: Die Süddeutsche Zeitung begleitet den „Gipfelstürmer“-Wettbewerb mit einer Serie über Gründer in Deutschland – und zwar auf all Kanälen: gedruckt, digital und in den sozialen Medien. Auf der Website www.sz-wirtschaftsgipfel.de werden zudem die sechs Finalisten und andere interessante Bewerber vorgestellt. Der Twitter-Hashtag zum Start-up-Wettbewerb lautet #Gipfelstürmer.

Die Ausschreibung: Bis 31. August konnte die Bewerbung über ein Formular auf dieser Seite hochgeladen werden. Fragen zum Wettbewerb bitte an: gipfelstuermer@sz-wirtschaftsgipfel.de