2014

Rückblick 2014

Wirtschaft neu denken: Die Kraft der Innovation

Der Wirtschaftsgipfel 2014 stand im Zeichen der Innvoation – mit fast 50 Rednern aus Wirtschaft und Politik, darunter Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Außerdem dabei: die Vorstandschefs von fünf Dax-Konzernen sowie Wirtschaftsführer aus den USA, Frankreich, Italien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Und: Fast genau 30 Prozent der ReferentInnen waren Frauen.

Highlights

Die Reden

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hielt eine Grundsatzrede über Europa – und warnte davor, sich in akademischen Debatten über neue europäische Institutionen und Vertragsänderungen zu verlieren, die bahnbrechend klängen, aber gar nicht durchsetzbar seien. Statt an der „Klagemauer der kurzfristig nicht zu verwirklichenden Visionen“ zu verharren, müsse die Politik „das tun, was machbar ist“. Es gebe genügend Aufgaben, deren Lösung Europa heute ganz direkt voranbringen würde. „Und es gibt genügend Wege, die wir zu ihrer Lösung gehen können – schon vor der nächsten großen Vertragsänderung“, sagte der CDU-Politiker.
 
Auch Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sprach über Europa – vor allem darüber, wie sich das Wachstum auf dem Kontinent beschleunigen lässt. „Ein Konjunkturprogramm für Deutschland macht keinen Sinn“, sagte er. Allerdings seien die öffentlichen Investionen in Deutschland tatsächlich seit einiger Zeit zu gering. Wer von Deutschland fordere, große Milliardensummen in die Wirtschaft zu stecken, liege jedoch falsch. Solche Pakete zielten alleine auf „Ausstrahleffekte auf den Euro-Raum“, also darauf, positive Signale an die anderen Länder in der Währungsunion zu senden. Diese Ausstrahleffekte seien aber gering.
 
Wie Weidmann warnte auch Jeroen Dijsselbloem, der niederländische Finanzminister und Präsident der Euro-Gruppe, vor allzu hohen Erwartungen an die Geldpolitik: „Geldpolitik verliert ihre Wirkung.“ Natürlich unterstütze er, was die EZB mache, um die wirtschaftliche Erholung der Eurozone zu ermöglichen, aber zentral seien nun Strukturreformen.
 
Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) warnte in seiner Rede Europa und den Westen davor, Russland wirtschaftlich in die Knie zwingen zu wollen. Steinmeier sagte, es dürfe nicht der Sinn und das Ziel von Sanktionen sein, Russland wirtschaftlich niederzuringen. Der SPD-Politiker mahnte: „Wir sollten uns sehr bewusst sein, dass ein isoliertes, wirtschaftlich vielleicht sogar kollabierendes Russland kein Beitrag zur europäischen Sicherheit, kein Beitrag zur Stabilisierung der Ukraine, sondern eher eine große Gefahr für sich und für andere sein könnte.“
 
Der Fachkräftemangel sei inzwischen „eine der größten Gefahren“ für die Wirtschaft, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD). Dabei sei das Potenzial bei Männern ausgeschöpft, „die sind alle an Bord, und sie sind Vollzeit an Bord“. Bei Frauen hingegen gebe es noch viele ungenutzte Ressourcen. Gemeint: besonders in den Köpfen. Mädchen machten öfter Abitur und studieren öfter, „auch BWL“, so die Ministerin. Von 40 Millionen Frauen in Deutschland hätten 2013 nur 325 einen Aufsichtsratsposten besetzt – bei 2000 solcher Posten. „Warum haben wir top ausgebildete Frauen und immer noch so viele Hemmnisse für sie?“
 

Referenten 2014

Bildergalerie

Die Presseschau