Netze der Zukunft – Schafft Deutschland den Anschluss bei der digitalen Infrastruktur?

Darüber haben wir gemeinsam mit Ihnen beim SZ-Wirtschaftsgipfel Salon am 23. September 2019 in Berlin gesprochen.

Mobile Datennetze sind die Autobahnen der digitalen Welt.

Doch bisher hinkt Deutschland beim Netzausbau hinterher. Mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G soll sich das ändern. Nach der Versteigerung der Frequenzen im Frühjahr soll demnächst in den ersten Regionen der 5G-Ausbau beginnen – begleitet von hohen Erwartungen: 5G steht nicht nur für deutlich schnellere und bessere mobile Datenverbindungen – ein Spielfilm ist in wenigen Sekunden geladen. Aufgrund sehr kurzer Reaktionszeiten und anderer technischer Merkmale ist 5G auch Grundvoraussetzung für Zukunftstechnologien wie Industrie 4.0, Robotik und autonome Fahrassistenzsysteme. Wo steht Deutschland beim Ausbau der Netze der Zukunft? Kann Europa den Rückstand bei der digitalen Netzinfrastruktur gegenüber China und den USA aufholen? Welche Chancen bietet 5G für die deutsche Industrie? Und wann können Privatanwender*innen die neue Technik nutzen?

Es war ein interessanter Abend mit unseren Gästen und Cerstin Gammelin als Moderatorin


Moderation

Cerstin Gammelin
Cerstin Gammelin

stv. Redaktionsleiterin Parlamentsbüro Berlin

Cerstin Gammelin


stv. Redaktionsleiterin Parlamentsbüro Berlin, Süddeutsche Zeitung

Die aus Freiberg in Sachsen stammende Maschinenbauingenieurin (Jahrgang 1965) war vom Geist des gesellschaftlichen Wandels nach dem Fall der Mauer so fasziniert, dass sie sich dem Journalismus zuwandte. Sie beschrieb die Veränderung in der ostdeutschen Wirtschaft für gesamtdeutsche Fachverlage, nach der Jahrtausendwende arbeitet sie für Die Zeit, den Spiegel und die Financial Times.

Talk-Gäste

Valentina Daiber
Valentina Daiber

Telefónica Deutschland

Valentina Daiber


Vorstand Recht und Corporate Affairs, Telefónica Deutschland

Jahrgang 1967, ist Vorstand für Recht und Corporate Affairs und somit die Chefjuristin von Telefónica Deutschland. Neben Bereichen wie Compliance oder der Regulierungsarbeit des Unternehmens gehören auch die Beziehungen zu Behörden und Regierungsstellen zu ihren Aufgaben. Studiert hat sie in Saarbrücken, das zweite Staatsexamen legte sie am Oberlandesgericht Zweibrücken/Pfalz ab.

Thomas Jarzombek
Thomas Jarzombek

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Thomas Jarzombek


MdB Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, Beauftragter des BMWi für die Digitale Wirtschaft u. Start-Ups, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Thomas Jarzombek ist seit 1991 CDU-Mitglied und seit 2007 Mitglied des Landesvorstands der CDU Nordrhein-Westfahlen. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied des Rates der Stadt Düsseldorf. Anschließend wurde es für vier Jahr in den Landtag von Nordrhein-Westfalen, Direktmandat im Wahlkreis Düsseldorf-West, gewählt, wo er zuletzt medienpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und Sprecher der Jungen Gruppe war. Seit 2009 ist Thomas Jarzombek nun Mitglied im Deutschen Bundestag für den Düsseldorfer Norden (Wahlkreis 106).

Anja Misselbeck
Anja Misselbeck

Daimler AG

Anja Misselbeck


Head of Regulatory Affairs C.A.S.E. – Connectivity, Automated Driving, Shared & Services, Daimler AG

Seit 2018 ist Frau Anja Misselbeck im Bereich External Affairs bei der Daimler AG verantwortlich für Intelligente Verkehrssysteme, vernetztes und automatisiertes Fahren. Schwerpunkte sind unter anderem der Ausbau der digitalen Infrastruktur für die Vehicle-to-x-Kommunikation sowie der Aufbau von lokalen Frequenzen in Produktionsstätten für IoT-Anwendungen. Begonnen hat sie 2003 - bei der Verbesserung der physischen Infrastruktur - im technischen Umweltschutz. Daraufhin war sie als Managerin in verschiedenen strategischen Unternehmensdivisionen mit dem Fokus auf Projekten im Nachhaltigkeits- und Transportbereich tätig. Es folgten weltweit Projekte zu industrie- und handelspolitischen Themen.

Andreas Müller
Andreas Müller

Robert Bosch

Andreas Müller


Head of Communication and Network Technology, Robert Bosch

Andreas Müller leitet den Bereich „Communication und Network Technology“ innerhalb des Zentralbereichs Forschung und Vorausentwicklung der Robert Bosch GmbH in Renningen. Zudem koordiniert er die unternehmensweiten 5G-Aktivitäten von Bosch im Kontext Industrie 4.0. Seit April 2018 ist Dr. Andreas Müller zusätzlich Vorsitzender der neu gegründeten „5G Alliance for Connected Industries and Automation“ (5G-ACIA), einem weltweiten Zusammenschluss von mehr als 50 Unternehmen und Forschungsinstituten mit dem Ziel, 5G von Beginn an industriefähig zu gestalten. Vor seinem Einstieg bei Bosch im Jahr 2011 war Dr. Andreas Müller wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Nachrichtenübertragung der Universität Stuttgart.

Michael Ziesemer
Michael Ziesemer

ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie

Michael Ziesemer


Präsident, ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie

Der Diplom-Ingenieur Michael Ziesemer ist seit 2014 Präsident des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie und ein Vizepräsident des BDI. Bis Mitte 2016 war er als Chief Operation Officer und stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei Endress+Hauser tätig. Als Vizepräsident des Verwaltungsrats arbeitet er weiterhin für das auf Prozessautomation spezialisierte Unternehmen.

Berichterstattung


Kann Deutschland es sich leisten,

beim Ausbau der 5G-Netze den chinesischen Konzern Huawei einzubinden – einen Konzern, dem eine Nähe zur Kommunistischen Partei vorgeworfen wird und Spionage? Der Beauftragte für digitale Wirtschaft und Start-ups des Bundeswirtschaftsministeriums, Thomas Jarzombek, fordert eine klare Grenze. Mindestens 50 Prozent der Aufträge müssten an Anbieter aus Europa gehen, so der CDU-Mann. “Wir dürfen unsere Kompetenz nicht verlieren”, sagte er am Montag beim SZ-Wirtschaftsgipfel Salon in Berlin, wo Unternehmer, Politiker und Telekom-Anbieter über die Aufholjagd beim Ausbau der digitalen Netze debattierten.

Partner


Der Salon wurde präsentiert von

Telefónica Deutschland bietet Telekommunikationsdienste für Privat- und Geschäftskunden sowie innovative digitale Produkte und Services im Bereich Internet der Dinge und Datenanalyse. Mit insgesamt 49,4 Millionen Kundenanschlüssen (Stand: 31.03.2019) ist das Unternehmen einer der führenden integrierten Telekommunikationsanbieter in Deutschland. Allein im Mobilfunk betreut Telefónica Deutschland mehr als 45 Millionen Anschlüsse – kein Netzbetreiber verbindet hierzulande mehr Menschen. Bis 2022 will das Unternehmen zum „Mobile Customer & Digital Champion“ werden, dem bevorzugten Partner der Kunden im deutschen Mobilfunkmarkt, der ihnen mobile Freiheit in der digitalen Welt ermöglicht. Unter der Kernmarke O2 sowie diversen Zweit- und Partnermarken vertreibt das Unternehmen Post- und Prepaid-Mobilfunkprodukte mit innovativen mobilen Datendiensten. Basis hierfür ist das auf einer leistungsfähigen GSM-, UMTS- und LTE-Infrastruktur basierende Mobilfunknetz. Telefónica Deutschland stellt zudem im Festnetzbereich Telefonie- und Highspeed-Internet-Produkte wie VDSL zur Verfügung. Die Telefónica Deutschland Holding AG ist seit 2012 im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse (TecDAX) notiert. Im Geschäftsjahr 2018 erwirtschaftete das Unternehmen mit knapp 9.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 7,3 Milliarden Euro. Das Unternehmen gehört mehrheitlich zum spanischen Telekommunikationskonzern Telefónica S.A. mit Sitz in Madrid. Mit Geschäftsaktivitäten in 16 Ländern und einer Kundenbasis von rund 350 Millionen Anschlüssen gehört die Gruppe zu den größten Telekommunikationsanbietern der Welt.

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